In der Lebensmitte wird die Frage "Was will ich wirklich?" lauter. Nicht als hübsche Selbstfindungsfrage mit Kerze und Journal, sondern mitten im Alltag.
Im Edeka, in einer Buchhandlung, auf YouTube, wenn ein junger Rockmusiker "Changes" singt und du plötzlich heulst.
Mit 30 denkste: Mal schauen.
Mit 40: Geht schon irgendwie.
Mit 55 weißte: Das hier ist meine Zeit. Und sie ist endlich.
Und dann zeigt dir das Leben die Antwort durch drei völlig unterschiedliche Dinge.
Die Klammer: Wahrnehmen. Hinschauen. Machen.
In diesem Blogpost bekommst du:
- drei scheinbar unverbundene Geschichten aus meinem Leben
- die Klammer, die sie zusammenhält
- und eine konkrete Einladung für diese Woche
Das Wichtigste in Kürze
Was ich aus meiner eigenen Erfahrung mitgenommen habe — kein Patentrezept, sondern mein ehrlicher Blick.
- In der Lebensmitte bekommt die Frage "Was will ich wirklich?" eine neue Dringlichkeit - die Zeit ist endlich
- Die Antwort steckt oft im Kleinen: in alltäglichen Momenten, spontanen Impulsen, unerwarteten Begegnungen
- Klopapier: Wenn du bei kleinen Dingen nicht auf dich hörst - warum sollte es bei großen anders sein?
- "Want" von Gillian Anderson: Ein Buch, das aufmacht, was Frauen wirklich wollen - beim Sex, in Beziehungen, im Leben
- Yungblud: Authentisch sein heißt nicht perfekt sein. Anderssein ist kein Makel - es ist ein Markenzeichen
- Alle drei sind Hinweise. Auf das, was ich wirklich will
- Das Prinzip dahinter: Wahrnehmen. Hinschauen. Machen.
- "Was will ich wirklich?" ist eine Monsterfrage. Aber ein Ding diese Woche - das geht.
3-lagig ist ein Kompromiss. 5-lagig ist eine Entscheidung.
Der Samstagmorgen, der mit Klopapier anfing
Samstagmorgen. Früh, meine Gedanken schweifen.
Ich muss noch ein Vinted-Paket wegbringen, will eine Süddeutsche Zeitung holen. Und wenn ich eh unterwegs bin, kann ich auch kurz gegenüber zum Edeka gehen. Mal schauen, ob sie dieses richtig gute, 5-lagige Klopapier haben.
Hatten sie.
Ich hatte es schon mal. Mochte es. Hat wirklich einen Unterschied gemacht. Jetzt war es alle.
Ich stand also da und grinste vor mich hin. Nie gedacht, dass ich mal bewusst über Klopapier nachdenke. Und gleichzeitig war es glasklar: Ich will das. Also hole ich es.
Ich hab's gekauft.
Fertig. Keine innere Haushaltsdebatte. Kein "Ach, das 3-lagige reicht doch auch". Kein "Stell dich nicht so an."
Ich glaube nicht, dass Lebensmitte nur ein Hormonthema ist. Hormone sind real. Klar. Aber sie erklären nicht alles. Manchmal geht es nicht um Hitzewallungen. Sondern um die Frage, warum du dir nicht einmal das bessere Klopapier gönnst, obwohl du es willst.
Wenn du bei Klopapier schon nicht auf dich hörst - wo dann?

Und während ich da mit meinem 5-lagigen Klopapier stand, dachte ich:
Wenn du bei Klopapier schon nicht auf dich hörst - wo dann?
Bei größeren Dingen, Wichtigeren?
Bei Gesprächen, die du nicht führst? Bei Wünschen, die du kleinredest? Bei Entscheidungen, die du vertagst? Bei Sehnsüchten, die du unter "unpraktisch" abheftest?
Es geht nicht um Luxus. Es geht darum, dass ich etwas wahrgenommen habe und mich fürs mitnehmen entschieden habe.
Klein? Ja. Unwichtig? Nö, gar nicht.
Und dann, am selben Wochenende, passierte das nächste Ding.
Was Gillian Anderson und "Want" mit Klarheit zu tun haben
Wie das Buch in meine Hände kam
Ich stromerte durch ein Einkaufscenter und blieb - wie eigentlich immer - in der Buchhandlung hängen. Da lag es wieder. "Want" von Gillian Anderson. Ich hatte es schon ein paar Mal in der Hand und habs mmer wieder zurückgelegt.
Diesmal nicht. Diesmal war der Impuls klar: Nimm mich! Jetzt!
Ich hatte zwei Tage für mich. Mein Mann und mein Sohn waren in Leipzig. Niemand brauchte etwas von mir.
Ich hatte keine Lust auf noch ein Sachbuch.
Keine Lust auf Optimierung.
Keine Lust auf „Wie du dein Leben in 7 Schritten ordnest“.
Ich hatte Lust auf etwas, das ich lange nicht so offen angeschaut habe: Was turned mich eigentlich an? Und warum?
"Want" reveals how women feel about sex when they have the freedom to be totally themselves.
Was "Want" wirklich ausmacht
"Want" von Gillian Anderson ist kein Ratgeber und kein Porno.
"Want" ist kein Ratgeber und kein Porno. Es ist eine Sammlung anonymer Briefe von Frauen, die ungefiltert erzählen, was sie begehren, vermissen, fantasieren, verschweigen, suchen. Beim Sex, in Beziehungen, im Leben.
Gillian Anderson kennst du vielleicht aus Akte X, The Crown oder Sex Education. Sie setzt sich seit Jahren dafür ein, dass Frauen über Körper, Lust und Grenzen sprechen dürfen.
Für mich war es mehr als ein Buch über weibliches Begehren. Es war eine Erinnerung daran: Begehren hört nicht mit 50 auf. Sinnlichkeit läuft nicht ab. Lust ist nicht peinlich.
→ Zum Buch
Was ich daraus gemacht habe
Ich habe blühende Sexfantasien. Einige teile ich mit meinem Mann. Andere nicht. Und plötzlich war klar: Da geht noch etwas. Da will ich offener werden. Ehrlicher. Mutiger.
Nicht weil irgendwas kaputt ist. Sondern weil ich merke: Ich bin noch da. Mein Körper ist noch da. Meine Lust ist noch da.
Also habe ich mit meinem Mann gesprochen. Noch nicht über alles. Aber über genug, um zu wissen: Es lohnt sich.
Auch das war wieder kein Masterplan. Es war: Wahrnehmen. Hinschauen. Machen.
Ich dachte, damit wäre es gut. War es nicht.
Rockmusiker Yungblud - being different is your superpower
Wie ich ihn entdeckt habe
Dann sah ich Yungblud auf YouTube bei "Back to the Beginning" - dem Konzert zu Ehren von Ozzy Osbourne in Birmingham. Er sang "Changes".
Und ich habe geweint. Nicht ein bisschen "Oh, schön"-gerührt, sondern wirklich.
Diese Präsenz. Diese Kraft. Diese Leidenschaft.
Er spricht offen über mentale Gesundheit, Identität, Angst, Wut und Liebe.
Er ist nicht perfekt. Er ist echt. Und... er empowered mich!
Was er mir gezeigt hat
"If people don't like you for who you are — fuck them."Ja, genau das. Er lebt vor:
- Hör auf, gefallen zu wollen
- Authentizität schlägt Perfektion
- Gefühle sind keine Schwäche, sie verbinden
- Anderssein ist kein Makel, sondern Markenzeichen
Was hat das mit mir zu tun?
Er zeigt: Authentisch sein heißt nicht, dass du perfekt sein musst. Und das brauche ich. Das trifft mich. Und das trifft viele Frauen in der Lebensmitte.
Und ja, er ist viel jünger als ich. Na und? Manchmal zeigt dir jemand aus einer völlig anderen Generation etwas, das du selbst längst weißt, aber wieder vergessen hast.
Wir haben Jahrzehnte trainiert: Brav sein, vermitteln, Rücksicht nehmen, funktionieren.
Und irgendwann stehste da, bist Mitte 50, und denkst: Wenn nicht jetzt - wann dann?
Grammy, Ozzy Osbourne und warum das relevant ist
Das interessiert mich. Als Frau. Als Mensch in der Lebensmitte. Als jemand, die selbst keine Lust mehr hat, sich klein, brav oder handlich zu machen.
Was Klopapier, ein Buch und ein Rockmusiker gemeinsam haben
Ich saß da und dachte: Fuck, so einfach ist das eigentlich.
Drei völlig unterschiedliche Dinge. Und doch dasselbe Prinzip:
Das Klopapier: "Hol's dir."
Das Buch: "Schau hin."
Yungblud: "Sei du."
Keine große Erleuchtung. Kein Masterplan. Nur drei Hinweise. Drei kleine Türen und hinter jeder stand dieselbe Frage: Hörst du dir eigentlich zu?
Das ist für mich Lebensmitte. Nicht nur Hormone. Nicht nur Wechseljahre. Sondern die Frage: Was will ich wirklich und was mache ich jetzt damit?
Das ist meine Haltung, die mich auch bei anderen Themen begleitet, zum Beispiel wenn alte Muster plötzlich wieder das Steuer übernehmen.
Wahrnehmen. Hinschauen. Machen.
FUCK YEAH!
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In meinem Newsletter „Stürmische Zeiten" schreibe ich für Frauen 50+, die ihr Leben nicht mehr verwalten, sondern rocken wollen. Ehrlich, direkt, ohne Wechseljahrs-Glitzer, ohne Schönreden, ohne Durchhalte-Parolen.
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"Was will ich wirklich?" — eine Monsterfrage Und trotzdem.
Was will ich wirklich?“ ist eine Monsterfrage. Die beantwortest du nicht an einem Nachmittag.
Aber du kannst diese Woche anfangen. Nicht mit dem großen Masterplan. Nicht mit der kompletten Neuerfindung deines Lebens.
Mit einem Ding.
Jetzt frage ich dich direkt.
>> Wo hörst du gerade nicht auf dich?
Weißt du es schon oder musst du erst kurz innehalten?
Beim Klopapier.
Bei einem Gespräch.
Bei Lust.
Bei Musik.
Bei einer Entscheidung.
Wahrnehmen. Hinschauen. Machen.
Das ist keine Selbstoptimierung.
Das ist Selbstachtung.
Wenn du merkst, dass du erstmal einen ehrlichen Blick auf dein Leben als Ganzes brauchst, könnte Bilanz ziehen in der Lebensmitte ein guter nächster Schritt sein.
Fang klein an. Heute.
Nicht alles auf einmal. Nur ein Ding diese Woche.
Kauf das verdammte 5-lagige Klopapier. Nicht weil Klopapier dein Leben verändert, sondern weil du damit anfängst, dich selbst ernst zu nehmen.
Stillstand und Durchhalten - das ist nicht mein Konzept. Ich will mein Leben rocken. Willst du das auch?
Klingt das nach dir?
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Ehrlich. Direkt. Ohne Geschwätz.
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Die schönsten Geschichten beginnen mit MUT!
Bettina Sturm schließt mit Mitte 50 ihr Unternehmen "Respekt Herr Specht und startet - nicht nur beruflich - noch mal neu durch. Heute ist sie Unternehmerin, Buchautorin, Podcasterin bei MidlifeKomplizin.
Für ihre Kundinnen ist sie je nach Anforderung: Cheerleader, Unterstützerin oder Partnerin in Crime.
Nicht Therapeutin - Sondern Komplizin. #MidlifeKomplizin




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